World Rowing Masters Regatta, Banyoles, Spanien

Regattabericht:

Vom 10. bis 14. September 2025 traf sich die internationale Ruderwelt der Masters-Klassen auf der traditionsreichen Olympiastrecke von 1992 in Banyoles, Spanien. Mit dabei war auch wieder der Akademische Ruderverein zu Leipzig (ARV) – vertreten durch Dirk und Bernhard, die gemeinsam mit ihren eingespielten Viererpartnern Bernd (DHfK) und Arnim (Grünau) an den Start gingen. Nach dem Vorjahressieg im Vierer ohne Steuermann war die Mission klar: Titelverteidigung! Doch auch darüber hinaus gab es für das Team ein volles Rennprogramm – vom Masters-Achter bis zu internationalen Mixed-Booten.

F-Achter – Platz 4, Stimmung top

Los ging’s mit dem Rennen im F‑Achter. Trotz aller Ambitionen reichte es in einem stark besetzten Feld diesmal nur für Platz 4. Die Enttäuschung hielt sich jedoch in Grenzen – das Bier nach dem Rennen schmeckte trotzdem.

E-Achter im Schlamm – und nochmal Platz 4

Am nächsten Tag wurde der Rennverlauf zunächst durch das Wetter bestimmt: Ein kräftiges Gewitter verwandelte den Bootsplatz in eine regelrechte Schlammlandschaft – „Wacken lässt grüßen“, wie aus der Mannschaft zu hören war. Nach zwei Stunden Startverzögerung ging es dann doch noch auf die Strecke – mit ähnlichem Ergebnis: Auch im E‑Achter wurde wieder der vierte Platz eingefahren. Trotz erneutem Rang 4 war das Rennen selbst stimmungsvoll und kämpferisch.

Im D‑Vierer ohne Steuermann (Mindestalter 50 Jahre), eigentlich eine der Paradedisziplinen des Teams, lief es am nächsten Tag nicht nach Plan. Die Crew fand nicht gut ins Rennen und konnte ihr eigentliches Potenzial nicht abrufen. Am Ende stand nur Platz 5 – „deutlich unter unseren Möglichkeiten gesumpft“, hieß es selbstkritisch aus dem Boot.

Masters A‑Achter – ein Boot, drei Kontinente, ein starker Endspurt

Im Masters A‑Achter (unter 36 Jahre) trat der jung gebliebene Bernhard als Schlagmann eines besonderen Boots an. Die Mannschaft setzte sich aus Ruderern aus Amerika, Ägypten, Palästina, den Niederlanden sowie Ost- und Westdeutschland zusammen – ein wahres Projekt der Völkerverständigung auf dem Wasser.

Das Rennen selbst wurde packend: Nach einem starken Endspurt fehlten am Ende nur 0,5 Sekunden auf das siegreiche Team von Dynamo Barcelona. Der verdiente zweite Platz wurde dennoch ausgiebig gefeiert – der Teamgeist war ohnehin der wahre Sieger.

Mixed F‑Achter – zum Abschluss hauchdünn geschlagen

Am letzten Regattatag ging es für die ARV-Crew noch einmal in den Mixed F‑Achter, gemeinsam mit Berliner Ruderinnen und Ruderern. Die Mannschaft lieferte ein extrem enges Rennen ab und verpasste den Sieg denkbar knapp um nur vier Zehntelsekunden. Wieder ein zweiter Platz, und ein würdiger Schlusspunkt einer intensiven Regattawoche.

Auch wenn es in diesem Jahr nicht ganz zur Titelverteidigung im Vierer reichte, zeigte sich das Team des ARV Leipzig über alle Rennen hinweg kampfbereit, motiviert und mannschaftlich geschlossen. Mehrere Top-4-Platzierungen, zwei silberne Resultate mit minimalem Rückstand und ein Weltklasse-Spirit in allen Booten belegen, dass der Club auch auf internationalem Parkett eine starke Figur macht – sportlich wie menschlich.

Vamos, ARVL

Messeprojekt
NOKERA Plannings GmbH
U.S. ELEKTRIK
Förderung durch Stadt Leipzig, Amt für Sport
Förderung durch SAB Sachsen