Heineken Roeivierkamp Amsterdam

Erfolgreiche Teilnahme am Heineken Roeivierkamp in Amsterdam

Am Wochenende des 15. und 16. März 2025 nahm eine Mannschaft, bestehend aus Ruderern aus Leipzig, Berlin und Pirna, am renommierten Heineken Roeivierkamp in Amsterdam teil. Diese traditionsreiche Regatta, die seit 1973 jährlich auf der Amstel ausgetragen wird und gilt als offizielle FISA-Veranstaltung.

Der Heineken Roeivierkamp wurde 1973 von den Nereus-Trainern Lex van Drooge und Gee van Enst ins Leben gerufen. Inspiriert von der Henley Royal Regatta und dem Mehrkampf im Eisschnelllauf, entwickelten sie ein Regattaformat, das sowohl Ausdauer als auch Geschwindigkeit testet. Seitdem hat sich der Roeivierkamp zu einem festen Bestandteil des niederländischen Ruderkalenders entwickelt und zieht jährlich zahlreiche nationale und internationale Teams an.

Der Roeivierkamp zeichnet sich durch sein besonderes Wettkampfformat aus, bei dem die Teilnehmer vier verschiedene Distanzen absolvieren: 2500 m und 250 m am Samstag sowie 5000 m und 750 m am Sonntag. Die Gesamtwertung ergibt sich aus der Summe der auf 250 m umgerechneten Zeiten aller Strecken, was sowohl Ausdauer als auch Sprintvermögen der Ruderer fordert.

Unsere Mannschaft, bestehend aus Dirk und Bernhard aus Leipzig, Arnim aus Berlin, Bernd vom DHfK Leipzig sowie vier weiteren Ruderern aus Pirna, startete im Masters-Achter der Altersklasse D und stellte sich 80 weiteren Mastersachtern. Aufgrund der winterlichen Bedingungen konnte das Team in dieser Formation nur einmal gemeinsam trainieren, da in Pirna der Steg erst Anfang März in die Elbe gelassen wurde und Leipzig lange zugefroren war.

Am Samstag standen die 2500 m und 250 m auf dem Programm. Bei kalten 6°C mussten alle Boote zunächst in ihrer Startzone fast eine Stunde auf ihren Start warten. Dann ging es aber los zum ersten Rennen der Saison auf der Amstel über eine Strecke, die durch zahlreiche Kurven und Brücken auch den Steuerleuten alles abverlangt. Auf der 2500-m-Strecke fand unser Boot allerdings noch nicht optimal zusammen und konnte die guten Trainingsleistungen vom vorherigen Wochenende auf der Elbe nicht abrufen, sodass es nach dieser Strecke auf Platz 46 von 81 Masters-Achtern lag.

Unmittelbar danach folgte das 250-m-Sprintduell vor dem Ruderverein Nereus. Hier zeigte die Mannschaft eine bessere Leistung, schlug den direkten Gegner klar und erzielte die 40. beste Zeit. In der Gesamtwertung des Tages, basierend auf der Durchschnittszeit aller 250-m-Abschnitte, lag unser Boot auf Platz 43. Da hatte man sich schon mehr erhofft, zudem der deutsche Lieblingsgegner vom RaW in Berlin doch deutlich weiter vorne lag. Der Tag klang dann aber trotzdem gemütlich in geselliger Runde am Ruderverein Poseidon mit einem holländischen Bier in der warmen Nachmittagssonne aus.

Am Sonntag startete das Team früh in den Tag, da um 9:30 Uhr die 5000-m-Strecke anstand. Diese Strecke startet weiter oberhalb in Oederkirk und ist auf der zweiten Hälfte mit der 2500m Strecke des Vortages identisch. Trotz sonnigen Wetters waren die Temperaturen niedrig, und ein Gegenwind erschwerte die Bedingungen. In der dichten Startzone mussten sich die zahlreichen Achter zunächst sortieren, bevor das Rennen beginnen konnte. Hier lagen gleichzeitig 200 Achter und Vierer aus 10 Abteilungen dicht an dicht, wodurch die eine oder andere Bugnummer in der Amstel verschwand.

Auf dieser Langstrecke zeigte unsere Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung. Zwei gegnerische Achter konnten überholt werden, und ein Überholversuch der Sons of Thames Rudervereinigung wurde durch wiederholte Zwischenspurts und starke Steuerleistung der Pirnaer Steuerfrau Caro Fahner erfolgreich abgewehrt. Diese kämpferische Leistung zahlte sich aus, sodass das Team in der Gesamtwertung aller Masters-Achter am Ende auf Platz 42 landete.

Die Teilnahme am Heineken Roeivierkamp war für unser Team eine wertvolle Standortbestimmung. Nach den gesammelten Erfahrungen und der sichtbaren Leistungssteigerung auf der Langstrecke werden wir nun gezielt für die nächste Regatta in Passau trainieren.

Bernhard

Messeprojekt
NOKERA Plannings GmbH
U.S. ELEKTRIK
Förderung durch Stadt Leipzig, Amt für Sport
Förderung durch SAB Sachsen